Die Zeit drängt, wenn es um aktuelle Regulatorik geht: Am 2. August 2027 treten die Verpflichtungen für Hochrisiko-KI-Systeme als Sicherheitskomponente in Kraft und der gesamte EU AI Act findet Anwendung. Auch die neue EU-Maschinenverordnung legt ab Januar 2027 neue Anforderungen für sicherheitsrelevante KI und selbstlernende Systeme fest.
Regulatorische und technische Beratung für Unternehmen
KIRR Real half Unternehmen dabei, diese komplexen regulatorischen Anforderungen zu verstehen und umzusetzen. Hierfür wurden »Legal Quick Checks« angeboten, also kurze kompakte Beratungsprojekte. Eine Anwaltskanzlei stufte diese Fälle in eine der vier Risikoklassen des AI Acts ein (von minimalem bis unannehmbarem Risiko). Anschließend prüfte das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA die technische Dokumentation und zugrundeliegenden Konzepte der KI-Entwicklung, um die Rechtskonformität der Systeme zu evaluieren und praxisnahe Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.
Das Projekt lief von 15. November 2024 bis 31. Dezember 2025 und wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Im Konsortium arbeiteten das Fraunhofer IPA und der Forschungscampus ARENA2036 zusammen und wurden von mehreren assoziierten Partnern begleitet. Zentrale Anliegen des Projekts waren, zu untersuchen, wie gut die Unternehmen in Baden-Württemberg auf den AI Act und die Maschinenverordnung vorbereitet sind, wie die beiden Verordnungen zusammenspielen und sich überlagern und wo es noch Hürden in der KI-Regulierung gibt.
Die Erkenntnisse aus dem Projekt geben Impulse für eine praxistaugliche Umsetzung und Weiterentwicklung der KI-Regulierung und werden aktiv in den Gesetzgebungsprozess zurückgespiegelt, zum Beispiel durch die Teilnahme an Normungsgremien, einen regelmäßigen Austausch mit der Bundesnetzagentur, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und einen Workshop mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Auch in die Ausgestaltung der vom AI Act vorgesehenen Reallabore sollen die Projektergebnisse einfließen.
Bewusstsein für regulatorische Anforderungen schaffen