zum Inhalt springen
Powered by

Krebszentrum Tübingen-Stuttgart wieder unter den Besten in Deutschland

Zum vierten Mal zeichnet die Deutsche Krebshilfe das Comprehensive Cancer Center Tübingen-Stuttgart als Spitzenzentrum der Krebsmedizin aus. Ein internationales Gutachtergremium bescheinigt dem Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät Tübingen und seinem Partner Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart hervorragende Leistungen sowohl in der Versorgung von Tumorpatienten als auch in der Krebsforschung. Für den Zeitraum von vier Jahren erhält das Zentrum ab sofort jährlich 750.000 Euro Förderung.

Dies hat die Deutsche Krebshilfe in ihrer heutigen Pressemitteilung bekannt gegeben. Prof. Daniel Zips, Direktor des CCC Tübingen-Stuttgart, freut sich: „Das ist ein Riesenerfolg für Tübingen und den Partner Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart, an dem viele mitgearbeitet haben. Die Auszeichnung als Onkologisches Spitzenzentrum ist eine große Anerkennung für uns. Aber sie ist natürlich auch Auftrag, mit Hochdruck daran weiterzuarbeiten, dass die Versorgung von Tumorpatienten in der Region noch besser wird und dass die Patienten rasch von den Ergebnissen der Krebsforschung profitieren können.“

Prof. Michael Bamberg, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Tübingen stimmt ein: „Das war beste Teamarbeit! Krebsmedizin und Krebsforschung haben in Tübingen seit jeher einen ausgezeichneten Ruf. Die etablierten interdisziplinären Versorgungsstrukturen, wie z.B. Organkrebszentren oder Tumorkonferenzen, funktionieren beispielhaft, und daneben hat unser CCC in den letzten Jahren besonders in den Bereichen Diagnostik und Therapie auf molekularer Ebene, Personalisierte Medizin und Immunologie zukunftsweisende Strukturen geschaffen. Ich denke, das hat die Gutachter überzeugt.“

2007 hat die Deutsche Krebshilfe das Förderprogramm “Onkologische Spitzenzentren“ initiiert. Ziel des Förderschwerpunkts ist es, die Behandlung von Krebspatienten bundesweit flächendeckend zu verbessern und die Krebsforschung voranzutreiben. In Onkologischen Spitzenzentren werden Tumorpatienten auf höchstem medizinischem Niveau und nach dem neuesten Stand der Wissenschaft optimal versorgt. Daneben haben sie die Aufgabe, mit innovativen Forschungsaktivitäten, sowohl in der Grundlagen- wie auch in der klinischen Forschung, die Krebsbehandlung stetig zu verbessern und onkologische Netzwerke in der Region zu bilden. „Wir haben mit großer Freude feststellen können, dass sich alle fünf CCCs in Berlin, Freiburg, Hamburg, Mainz und Tübingen-Stuttgart nach den Bewertungen des internationalen Gutachterpanels weiterentwickelt haben, und zwar in allen Bereichen. Das bestätigt uns in unseren Bemühungen, die Versorgung krebskranker Menschen stetig zu verbessern“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Mit unserer CCC-Initiative haben wir vor 14 Jahren einen wichtigen Anstoß gegeben, um die Krebsmedizin bundesweit auf ein sehr hohes Niveau zu bringen. Es freut uns sehr, dass das Programm und dessen Entwicklung inzwischen auch international höchste Anerkennung finden.“

Prof. Bernd Pichler, Dekan der Medizinischen Fakultät sieht die Ziele der Deutschen Krebshilfe in Tübingen umgesetzt: „Mit unseren Forschungsschwerpunkten verfolgen wir das Ziel, Krebspatientinnen und -patienten innovative und personalisierte Therapiekonzepte zugänglich zu machen. In den vergangenen Jahren hat Tübingen wegweisende Meilensteine auf dem Weg zu diesem Ziel gemeistert: So war 2018 der Tübinger Forschungsverbund iFIT der einzige Krebsforschungscluster, der in der bundesweiten Exzellenzinitiative gefördert wurde. Einen weiteren Meilenstein haben wir 2020 erreicht, als das CCC Tübingen-Stuttgart mit den Partnern CCC Ulm und Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart als einer von vier neuen NCT-Standorten bundesweit ausgewählt wurde. Die heutige Auszeichnung als Spitzenzentrum der Deutschen Krebshilfe passt perfekt in diese Reihe!“

Für den Geschäftsführenden Ärztlichen Direktor des Robert-Bosch-Krankenhauses in Stuttgart, Prof. Mark Dominik Alscher, ist die Förderung auch ein Ergebnis der seit 2016 noch intensiveren strategischen Zusammenarbeit zwischen Robert-Bosch-Krankenhaus, Robert-Bosch-GmbH, Universitätsklinikum Tübingen und CCC Tübingen-Stuttgart: „Wir haben gemeinsame Forschungsprojekte auf den Weg gebracht, die durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz die personalisierte Krebsmedizin voranbringen sollen.“ Er ergänzt: „Durch die fachliche und räumliche Verzahnung von klinischer Forschung am Robert Bosch Centrum für Tumorerkrankungen (RBCT) und Behandlung im Robert-Bosch-Krankenhaus können wir neueste wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar unseren Krebspatienten zugutekommen lassen. Wir verbessern ihre Heilungschancen und geben den Betroffenen eine Perspektive. Die erneute Auszeichnung des Comprehensive Cancer Center Tübingen-Stuttgart als Onkologisches Spitzenzentrum, dessen Bestandteil das RBCT ist, unterstreicht unsere Erfolge, ist aber zugleich Ansporn, weiter auf höchstem wissenschaftlichem und medizinischem Niveau zu arbeiten.“

Das Anerkennungsverfahren ist anspruchsvoll: Um als Onkologisches Spitzenzentrum durch die Deutsche Krebshilfe gefördert zu werden, muss eine Einrichtung zunächst die Qualitätskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllen und als sogenanntes Onkologisches Zentrum zertifiziert sein. In einem umfangreichen Antragswerk werden sodann die Zentrumsaktivitäten z. B. in den Bereichen Patientenversorgung, Forschung, Studien, interdisziplinäre Strukturen und Kooperationen dargestellt. Wenn dieser Antrag von einem internationalen Gutachtergremium für gut befunden wird, folgt die mündliche „Verteidigung“ und Präsentation in einem Hearing – in diesem Jahr als Zoom-Konferenz.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/krebszentrum-tuebingen-stuttgart-wieder-unter-den-besten-deutschland