zum Inhalt springen

Leuchtturmprojekt „COMET-Pflegeausbildung BW" zieht erste Bilanz

Unter dem Fokus „Ausbildungsqualität durch COMET-Pflegeausbildung BW steigern“ fand kürzlich am Campus Flandernstraße der Hochschule Esslingen die Fachtagung „COMET-Pflegeausbildung BW“ statt. Mehr als 60 Lehrkräfte und Praxisanleitende von acht Berufsfachschulen für Pflege aus ganz Baden-Württemberg sowie wichtige Stakeholder waren gekommen.

Nach einer ersten Begrüßung lud Projektleiterin Prof. Dr. phil. Mechthild Löwenstein die Anwesenden ein, wichtige Ergebnisse aus dem ersten Projektjahr zu betrachten und die Dimensionen von COMET-Pflegeausbildung BW mit Kollegen und Kolleginnen schulübergreifend zu diskutieren und Erfahrungen aus der Praxis einzubringen.

Bei COMET-Pflegeausbildung BW handelt es sich um ein partizipatives und innovatives Leuchtturmprojekt zur Förderung von Kompetenzentwicklung in der Pflegeausbildung. Und dieses erweist sich bereits im Pretest als gewinnbringend für Auszubildende, Lehrkräfte und Praxisanleitende.

Senatsmitglied und Prodekan der Fakultät Soziale Arbeit, Bildung und Pflege, Prof. Alexander Schmid, betonte die Bedeutung der Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung sowie in der Gesellschaft. Peggy Kaim-Qasem, Fachreferentin für Pflege des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, richtete motivierende Worte an die Teilnehmenden und würdigte das Projekt als wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der generalistischen Pflegeausbildung:

„COMET bietet ein wissenschaftlich fundiertes und praxiserprobtes Instrumentarium, das sowohl die Perspektive der Lernenden als auch die Anforderungen der beruflichen Praxis konsequent in den Mittelpunkt stellt“, sagte Peggy Kaim-Qasem.

Dominik Fankhauser bereicherte den Diskurs zum COMET-Kompetenzmodell durch seine Erfahrungen als Fachlehrer und Forschender am Berufsbildungszentrum in Olten/Schweiz aus mehr als 10 Jahren nach dem Projekt „KOMET Pflegeausbildung Schweiz“. In seinem Vortrag setzte er zahlreiche Impulse für Veränderungen in der beruflichen Bildung. Als größte Herausforderung, aber gleichzeitig reale Chance, nannte er den Übergang von der Projektphase in den berufsschulischen Alltag.

Diskussionen und Workshops

Zwischen den Vorträgen boten interaktive Stationsgespräche Raum für Austausch zu projektbezogenen Themen, wie beispielsweise zur Umsetzung des COMET-Kompetenzmodells, zu Erfolgsfaktoren der Lernortkooperation und zu individuellen Erfahrungen an schulischen und betrieblichen Lernorten.

Am Nachmittag vertieften die Teilnehmenden ihre Diskussionen in vier Expert:innenworkshops zu den Themen „COMET-Kompetenzmodell als didaktisches Konzept“, „Berufliche Identität und Rollenbilder“, „Ausbildungsqualität und Lernortkooperation“ sowie „Reflexion als Schlüssel für professionelles Handeln“. Dabei wurden erforderliche Entwicklungen hin zu einer kompetenzorientierten Lehr-, Lern- und Bewertungskultur in der Pflegeausbildung mit möglichen Lösungsansätzen diskutiert.

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, bei der sich Prof. Dr. phil. Mechthild Löwenstein, Peggy Kaim-Qasem, Dominik Fankhauser, Alexandra Räther als Vertreterin der Lehrkräfte und Felix Hahn als Vertreter der Praxisanleitenden zum Thema „Herausforderungen und Chancen von COMET-Pflegeausbildung BW“ austauschten.

Es zeigte sich, dass das Projekt COMET-Pflegeausbildung BW den Dialog zwischen Lehrkräften und Praxisanleitenden stärkt, alle Projektteilnehmenden außerordentlich motiviert sind und das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der generalistischen Pflegeausbildung leistet.

Zum Abschluss der Fachtagung überreichte das wissenschaftliche Team den Lehrkräften und Praxisanleitenden ein kleines Dankeschön als Zeichen der Anerkennung für das hohe Engagement und die aktive Mitarbeit im Projekt. Die Veranstaltung wurde von den Anwesenden als sehr gewinnbringend wahrgenommen.

Dank gilt Allen, die die Organisation und Durchführung der Fachtagung unterstützt haben.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/leuchtturmprojekt-comet-pflegeausbildung-bw-zieht-erste-bilanz