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Neue Stiftungsprofessur stärkt onkologische Pflege in Freiburg

Die Medizinische Fakultät der Universität Freiburg und das Universitätsklinikum Freiburg haben bei der Deutschen Krebshilfe eine Stiftungsprofessur für onkologische Pflege mit einem Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro eingeworben.

Immer komplexere Krebstherapien stellen die Versorgung von Patient*innen vor neue Anforderungen. Die Medizinische Fakultät der Universität Freiburg und das Universitätsklinikum Freiburg haben deshalb gemeinsam bei der Deutschen Krebshilfe eine Stiftungsprofessur für onkologische Pflege mit einem Fördervolumen von 1,5 Millionen Euro eingeworben. Sie soll dazu beitragen, die onkologische Pflege in Versorgung, Forschung und Lehre weiterzuentwickeln und konsequent an den Bedürfnissen von Krebspatient*innen auszurichten.

„Mit der Stiftungsprofessur fördert die Deutsche Krebshilfe die onkologische Pflege in Freiburg sehr gezielt. Die Professur schafft die Möglichkeit, Forschung, Lehre und klinische Praxis noch enger miteinander zu verbinden“, sagt Prof. Dr. Lutz Hein, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg. „Ich danke allen Beteiligten der Universitätsmedizin Freiburg aus der Pflegewissenschaft, den Kliniken und der Pflegedirektion, die zur erfolgreichen Einwerbung beigetragen haben.“

Forschung, Qualifizierung und neue Rollen in der Pflege

Die Stiftungsprofessur wird bestehende Forschungsinitiativen und Netzwerke nutzen, um die Forschung zu onkologischer Pflege in Deutschland systematisch weiterzuentwickeln. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung von Advanced Practice Nurses (APN), also speziell qualifizierten Pflegefachpersonen mit erweiterten klinischen Kompetenzen, wie es sie am Universitätsklinikum Freiburg bereits zahlreiche gibt. Sie sollen gezielt in Promotionsprogramme eingebunden und in Forschungs- und Versorgungsprojekte integriert werden.

Geplant ist zudem der Aufbau einer akademischen Laufbahn mit onkologischem Schwerpunkt vom Bachelor bis zur Promotion. Damit sollen neue Spezialisierungsmöglichkeiten für Pflegende geschaffen, die akademische Weiterqualifizierung gestärkt und neue klinische Rollen in Deutschland unterstützt werden. Im Mittelpunkt steht die enge Verknüpfung von Theorie, Praxis und interprofessionellem Lernen. Neben Freiburg erhält die Universität Halle eine Förderung für diesen Lehrstuhl. Die Entwicklung von Forschungs- und Studienangeboten erfolgt in enger Zusammenarbeit beider Standorte. Die Förderung durch die Deutsche Krebshilfe ist auf fünf Jahre angelegt.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/neue-stiftungsprofessur-staerkt-onkologische-pflege-freiburg