Nobelpreisträger Shimon Sakaguchi spricht beim internationalen Symposium "Frosters in Skin Immunity" in Heidelberg
Vom 15. bis 16. Mai 2026 tagen führende Expertinnen und Experten aus Dermatologie und Immunologie in Heidelberg – darunter Nobelpreisträger Professor Shimon Sakaguchi, der 2025 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet wurde. Die Konferenz wird vom Sonderforschungsbereich Transregio 156 (SFB‑TRR 156) „Die Haut als Sensor und Initiator lokaler und systemischer Immunität“ gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg ausgerichtet und markiert den Abschluss der dritten Förderperiode des Konsortiums. Themen sind aktuelle Fortschritte in der Hautimmunologie, bei entzündlichen Hauterkrankungen und in der Immunregulation. Die Veranstaltungssprache ist Englisch.
Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Ärztinnen und Ärzte können sich noch anmelden. Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen. Veranstaltungsort ist das Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.
Ein besonderer Programmpunkt ist der Vortrag von Professor Shimon Sakaguchi, der 2025 gemeinsam mit Mary E. Brunkow und Fred Ramsdell den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Entdeckungen zur peripheren Immuntoleranz erhielt. Seine Arbeiten zu regulatorischen T‑Zellen haben die moderne Immunologie grundlegend geprägt und sind von großer Bedeutung für das Verständnis des immunologischen Gleichgewichts in der Haut. In seinem Vortrag mit dem Titel „Treatment of immunological diseases, including pemphigus vulgaris, by converting disease‑mediating T cells into Tregs“ wird Professor Sakaguchi innovative therapeutische Ansätze auf Basis immunologischer Toleranz vorstellen.
Im Zentrum der Tagung steht die Arbeit des Sonderforschungsbereichs Transregio 156 „Die Haut als Sensor und Initiator lokaler und systemischer Immunität“, der von der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg koordiniert wird. Seit mehr als elf Jahren untersucht dieses interdisziplinäre Konsortium die Haut als zentrales Immunorgan, das nicht nur eine erste Barriere gegen Krankheitserreger darstellt, sondern auch systemische Immunantworten maßgeblich beeinflusst.
SFB Transregio 156 „Die Haut als Sensor und Initiator lokaler und systemischer Immunität“
Der SFB‑TRR 156 wird von Professor Dr. Alexander Enk geleitet, Mitglied der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und Geschäftsführender Direktor der Hautklinik des Universitätsklinikums Heidelberg. Das Konsortium vereint Projektpartner aus Heidelberg, Tübingen und Mainz und wird in der dritten Förderperiode mit rund 14 Millionen Euro unterstützt. Dermatologinnen und Dermatologen, Immunologinnen und Immunologen, Mikrobiologinnen und Mikrobiologen sowie Bioinformatikerinnen und Bioinformatiker verfolgen gemeinsam das Ziel, ein umfassendes Verständnis der Hautimmunität und ihrer Wechselwirkungen mit dem systemischen Immunsystem zu gewinnen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Übertragung grundlegender Forschungsergebnisse in die klinische Anwendung, unter anderem in klinischen Studien zu chronisch‑entzündlichen und autoimmunen Erkrankungen wie der Psoriasis.
Das wissenschaftliche Programm des Symposiums spiegelt diese Forschungsschwerpunkte wider und umfasst Vorträge und Diskussionsrunden zu angeborener und adaptiver Immunität der Haut, Wirt‑Mikroben‑Interaktionen, Barrierefunktionen sowie immunvermittelten Hauterkrankungen, mit einem starken Fokus auf translationale Forschung.