Unter dem Motto „Zukunft braucht Zündstoff“ kamen im Juli 2026 über 2.000 Besuchende zum dritten Käpsele Innovation Festival in der Sick Arena Freiburg zusammen. Die gemeinsame Veranstaltung der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) und der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (IHK) bot Forschenden, Gründer*innen, Unternehmer*innen und Politiker*innen eine Plattform zum fachlichen Austausch und Netzwerken.
Im Mittelpunkt standen Zukunftsthemen wie Künstliche Intelligenz, Cybersecurity, Resilienz und digitale Souveränität sowie der Austausch über Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. Die Universität Freiburg gestaltete das vielfältige Programm mit zwei Erlebnisstationen, einem Fachpanel und einem Informationsstand des Gründungsbüros aktiv mit. „Die Universität Freiburg bringt exzellente Forschung, Transfer und Gründungsförderung zusammen. Das Käpsele Innovation Festival bot eine hervorragende Gelegenheit, unsere Arbeit sichtbar zu machen, mit Partner*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen und neue Impulse zu setzen“, betont Prof. Dr. Stefan Rensing, Prorektor für Forschung und Innovation der Universität Freiburg.
Technische Fakultät macht Forschung erlebbar
Die Technische Fakultät der Universität Freiburg lud mit zwei Erlebnisstationen dazu ein, aktuelle Forschung zu nachhaltigem 3D-Druck sowie biomedizinischer Mikrotechnik kennenzulernen. Die Station „Mikro- und Nanotechnologie: Hightech, die die Zukunft gestaltet“ des NeptunLab unter Leitung von Prof. Dr. Bastian Rapp, Professor für Prozesstechnologie, zeigte unter anderem, wie sich Glas und Gestein für den 3D-Druck nutzen lassen.
Mit den Anwendungsmöglichkeiten und ethischen Fragestellungen von Brain-Computer-Interfaces (BCIs) beschäftigte sich die Station „Brain-Computer-Interfaces: Hightech, die Mensch und Maschine verbindet“ unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Stieglitz, Professor für Biomedizinische Mikrotechnik. Neben verschiedenen BCI-Systemen konnten Besuchende anhand von Video-Demonstrationen nachvollziehen, wie die Technologie bereits heute Patient*innen unterstützt.
Von Grundlagenforschung bis Gründungsberatung
Zu den Expert*innen auf der Bühne gehörte auch Dr. Valerie Lang, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Experimentelle Teilchenphysik am Physikalischen Institut der Universität Freiburg. Sie forscht am Teilchenbeschleuniger der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) und diskutierte auf dem Panel „Future Tech Unpacked: How Fundamental Research Opens New Markets“, wie Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung künftig neue Märkte und Innovationen hervorbringen können. Das Panel ist in Zusammenarbeit der zwölf Partnerhochschulen des Projekts Knowledge Transfer Upper Rhine 2 (KTUR²) entstanden. KTUR² ist ein von der Europäischen Union gefördertes Programm, das grenzüberschreitende Innovationen sowie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschenden fördert.
Auch das Gründungsbüro der Universität Freiburg war auf dem Festival vertreten und informierte Forschende über Angebote auf dem Weg von der Forschungsidee zur Gründung. Im Mittelpunkt standen Beratungsangebote zur Entwicklung von Geschäftsideen, zur Anmeldung von Patenten sowie zur Gründung von Start-ups. „Gründungen sind ein wichtiger Weg, Forschung in die Anwendung zu bringen. Auf dem Festival konnten wir zeigen, welche Unterstützung die Universität Freiburg Gründungsinteressierten bietet – von der ersten Idee über den Schutz geistigen Eigentums bis hin zur Ausgründung“, betont Dr. Frauke Lorenzen, Mitarbeiterin im Gründungsbüro der Universität Freiburg.