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Universität Freiburg und Nagoya University vereinbaren gemeinsames Promotionsprogramm

Universität Freiburg und Nagoya University vertiefen ihre strategische Partnerschaft mit einem gemeinsamen Promotionsprogramm und dem Nagoya University Global Campus als dauerhaft besetzte Anlaufstelle in Freiburg.

Im Rahmen eines hochrangigen Delegationsbesuchs in Freiburg haben die Universität Freiburg und die Nagoya University / Japan ihre langjährige Zusammenarbeit als Enhanced Partners weiter ausgebaut. Dabei wurden zwei Meilensteine feierlich begangen: Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Rektorin der Universität Freiburg, und Prof. Dr. Naoshi Sugiyama, Präsident der Nagoya University, unterzeichneten ein gemeinsames Promotionsprogramm, das Joint Doctoral Programme und eröffneten den Nagoya University Global Campus als erneut dauerhaft besetzte Repräsentanz in Freiburg. Die Feierlichkeiten wurden von Vertreter*innen beider Universitäten, der Japanischen Botschaft in Deutschland sowie des Japanischen Generalkonsulats in München begleitet. Zudem war Sugiyama in die Exzellenzbegehung eingebunden, bei der die Universität Freiburg im Zuge des Wettbewerbs um den Titel als Exzellenzuniversität internationale Gutachtende vor Ort begrüßte.

„Die heutige Unterzeichnung des Joint Doctoral Programme und die Wiedereröffnung des Global Campus sind ein starkes Signal für unsere verlässliche und gelebte Partnerschaft mit der Nagoya University“, sagt Krieglstein. „Mit dem Joint Doctoral Programme schaffen wir einen klaren Pfad für gemeinsame Promotionen und fördern Talente, die an den Schnittstellen unserer Forschungsfelder arbeiten. Der Nagoya University Global Campus in Freiburg wird dabei zum Katalysator: Er macht Austausch schneller, einfacher und sichtbarer – und setzt Impulse, die in Forschung, Lehre und Transfer ausstrahlen.“

Sugiyama betonte den besonderen Wert der langfristigen Zusammenarbeit: „Heute ist ein wahrhaft besonderer Tag für unsere beiden Universitäten, da wir das gemeinsame Studienprogramm im Bereich der Medizinwissenschaften und den Global Campus der Universität Nagoya an der Universität Freiburg feierlich eröffnen. Diese Initiativen sind unser Versprechen, dass die engagiertesten Studierenden und Forscher*innen aus Nagoya und Freiburg auch in Zukunft Teil einer zusammengehörenden akademischen Gemeinschaft sein werden.“

Start zweier Kernprojekte gefeiert

Mit dem Joint Doctoral Programme schaffen beide Universitäten ein strukturiertes, international sichtbares Programm für Forschende in frühen Karrierephasen – zunächst in den Lebenswissenschaften und der Medizin. Es ermöglicht Doktorand*innen unter anderem dual betreute Promotionsprojekte sowie ausgedehnte Forschungsaufenthalte an der Partneruniversität und stärkt so sowohl die Mobilität zwischen Nagoya und Freiburg als auch die gemeinsame Forschung nachhaltig. An der Universität Freiburg sind die Medizinische Fakultät und die Fakultät für Biologie beteiligt.

Mit dem Nagoya University Global Campus, verortet im FRIAS, wird die Partnerschaft mit Nagoya dauerhaft auf dem Campus sichtbar. Die Nagoya University unterhält seit 2010 eine Repräsentanz in Freiburg, die künftig wieder als dauerhaft besetzte Anlaufstelle ihre Türen öffnet. Sie soll unter anderem Kurzzeitaufenthalte für Studierende und Promovierende ausbauen, Gastaufenthalte von Forschenden beider Seiten erleichtern und die Vernetzung in strategischen Themenfeldern beschleunigen.

Langjährige Partnerschaft

Die Universität Freiburg und die Nagoya University sind forschungsstarke Volluniversitäten vergleichbarer Größe. Fachliche Verbindungen bestehen seit den 1950er Jahren. Seit 2001 sind sie auf Universitätsebene partnerschaftlich verbunden; 2023 wurde die Kooperation in den Rang einer Enhanced Partnership erhoben und umfasst heute insbesondere Zusammenarbeit und Potenziale in den Lebens- und Naturwissenschaften, Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften sowie in den Sozial- und Geisteswissenschaften.

Seiten-Adresse: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de/fachbeitrag/pm/universitaet-freiburg-und-nagoya-university-vereinbaren-gemeinsames-promotionsprogramm