break2innovate – Problemfall PFAS – Substitution von PFAS über alternative Materialien und Beschichtungen
Datum
14:00 - 14:30 Uhr
Veranstalter
Fraunhofer IGB
Kontakt
Dr. Jakob Barz
Biofabrikation und Materialentwicklung | Funktionale Oberflächen und Materialien
Fraunhofer-Institut IGB
Telefon +49 (0) 711 970 4114
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) spielen in zahlreichen Industriezweigen eine Schlüsselrolle. Polymere und Elastomere aus PFAS bieten hohe Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit, weshalb sie in der chemischen Industrie als korrosionsbeständige Werkstoffe und Dichtungsmaterialien schwer zu ersetzen sind. Als Beschichtungen liefern sie öl-, wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften und erleichtern die Reinigbarkeit von Textilien, Verpackungsmaterialien und Haushaltsgeräten. Allerdings sind PFAS schwer abbaubar und reichern sich in Umwelt und Organismen an, was gesundheitliche Risiken birgt. Angesichts angekündigter Verbote und Beschränkungen stehen Hersteller und Anwender gleichermaßen vor akutem Handlungsbedarf.
Das Fraunhofer IGB unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Ersatzmaterialien, der Entwicklung von Beschichtungen und der Bewertung neuer Substanzen hinsichtlich umwelt- und gesundheitsschädlicher Wirkungen. Zur Entwicklung von PFAS-Alternativen setzen wir insbesondere auf Beschichtungen. Dazu wählen wir das Material entsprechend des Anforderungsprofils aus und erzielen die Feineinstellung der gewünschten Eigenschaften über eine Beschichtung – nasschemisch oder über chemische Gasphasenabscheidung. Für viele Anwendungen gibt es Bestandteile der künftigen Lösung bereits am Markt. Dank unserer Expertise in Materialwissenschaften und Oberflächenanalytik können wir auch für neue Materialien schnell industrielle Lösungen entwickeln.
Das erwartet Sie im Vortrag:
- Anforderungsprofil und Beratung
- Übersicht über den Workflow
- Beschichtungstechnologien und Ausstattung
- Anwendungsbeispiele aus der Praxis
Zielgruppe
Hersteller, die PFAS einsetzen z. B. für persönliche Schutzausrüstungen, Textilien, Polymere und Elastomere, Membrane
oder in Medizintechnik, Chemie-, Textil- und Lebensmittelindustrie- Unternehmen der Prozessindustrie und des Maschinen- und Anlagenbaus, die PFAS-haltige Komponenten in Anlagen und Bauteilen ersetzen wollen.
- Hersteller von wasser- und ölabweisenden Papier- und Umverpackungen
- Hersteller von PFAS-haltigen Materialien