Der Stiftungsrats- und der Fachbeirat der Stiftung Innovationsallianz Freiburg haben in ihrer gemeinsamen Sitzung am 21. April 2026 eine gemeinsame Resolution zur strategischen Weiterentwicklung der Innovationsregion Freiburg verabschiedet. In der Innovationsallianz arbeitet die Universität Freiburg mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung eng zusammen. Ziel ist es, den Standort als führende Region für nachhaltige, gesellschaftsgetragene und technologiebasierte Innovation weiter auszubauen und seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Als gemeinsamen strategischen Rahmen formuliert die Resolution die Vision einer international sichtbaren Innovationsregion Freiburg, die auf Nachhaltigkeit, technologischer Souveränität, gesellschaftlichem Zusammenhalt und Trinationalität basiert.
Freiburgs Oberbürgermeister und Stiftungsratsvorsitzender Martin Horn betont: „Freiburg zeichnet sich durch eine einzigartige Kombination von Wissenschaft, Wirtschaft, gesellschaftlichem Engagement und internationaler Vernetzung aus. Die Resolution unterstreicht, dass gerade dieses Zusammenspiel entscheidend ist, um Innovation gezielt für Wertschöpfung, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Sicherung von Fachkräften und die Zukunftsfähigkeit unserer Region zu nutzen.“
Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Rektorin der Universität Freiburg macht deutlich: „Die Resolution der Innovationsallianz ist ein starkes Signal für den Innovationsstandort Freiburg. Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung – nur gemeinsam können wir aktuelle und zukünftige gesellschaftliche Probleme lösen. Die Universität Freiburg bringt dafür ihre herausragende Forschungs-, Innovations- und Gründungsstärke ebenso ein wie die große Bereitschaft, die Wettbewerbsfähigkeit der Region im Rahmen der Innovationsallianz weiter zu stärken“.
„Die Herausforderungen in der Technologie- und Wirtschaftsförderung verlaufen heute entlang von Schnittstellen, zwischen Disziplinen, Sektoren und Institutionen. Die Stiftung Innovationsallianz schafft mit der Resolution einen Rahmen, um diese Schnittstellen gezielt zu bearbeiten und sektorübergreifende Perspektiven zusammenzuführen“, ergänzt Jens Mohrmann, FWTM-Geschäftsführer und Vorstand der Stiftung Innovationsallianz.
Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Stadt und Verwaltung weiterentwickeln
Ein zentraler Schwerpunkt der Resolution ist es, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Stadt und Verwaltung durch eine dauerhafte und strukturierte Governance weiterzuentwickeln. Die Innovationsallianz wird dafür als strategisches Dach genutzt und durch eine Geschäftsstelle ergänzt, die Koordination und Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten bündelt und ihre Wirkung stärkt.
Innovationsbasierte Wertschöpfung in Feldern wie Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz und Robotik
Inhaltliche Schwerpunkte der Stiftung Innovationsallianz sind Gesundheit und Life Sciences, Nachhaltigkeit und Resilienz sowie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Robotik, mit Fokus auf angewandte Forschung, Wissens- und Technologietransfer und auf die Unterstützung junger und neugegründeter Unternehmen. Die Resolution bekräftigt das Engagement der beteiligten Institutionen für innovationsbasierte Wertschöpfung in diesen Feldern.
Zukunftscluster nanodiag BW: Diagnoseverfahren für Krebs, Alzheimer und Parkinson
Neben dem strategischen Rahmen prägen die Impulse des regionalen Ökosystems die Arbeit der Innovationsallianz. Ein aktuelles Beispiel ist der Zukunftscluster nanodiag BW: Das von Hahn-Schickard und der Universität Freiburg koordinierte Netzwerk entwickelt Diagnoseverfahren für Krebs, Alzheimer und Parkinson auf Basis von Nanoporentechnologie und startet mit 15 Millionen Euro Bundesförderung in seine zweite Phase.