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Rentschler begegnet wachsendem Bedarf an Biopharmazeutika mit Verdoppelung der Produktionskapazitäten

Rentschler Biotechnologie GmbH, ein führendes Dienstleistungsunternehmen für die Produktion von Biopharmazeutika, gibt heute die Inbetriebnahme einer neuen Produktionsanlage mit einer Gesamtkapazität von zwei mal 3.000 Litern am Standort Laupheim bekannt.

Dieses innovative Twin-System, bestehend aus zwei Edelstahl-Bioreaktoren zur Herstellung von Proteinen in Zellkultur, wird durch direkt angeschlossene Anlagen zur Proteinaufreinigung ergänzt. Die Anlage erweitert die Produktionskapazität von Rentschler zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit, nachdem im Jahr 2015 bereits ein neuer 2.000 Liter Einweg-Bioreaktor in Betrieb genommen wurde.

Dem Branchentrend zum Outsourcing sowie dem wachsenden Bedarf an biopharmazeutischen Arzneimitteln Rechnung tragend, hat Rentschler insgesamt 24 Millionen Euro investiert und die Gesamt-Produktionskapazität damit mehr als verdoppelt. Die Anlage ist auf dem neusten Stand der Technik und ein Vierteljahr früher als geplant betriebsbereit. Produziert werden Proteine für die klinische Entwicklung neuer Wirkstoffe sowie bereits zugelassene Medikamente, die u.a. in der Krebstherapie oder zur Behandlung von Entzündungskrankheiten zum Einsatz kommen.

Dr. Frank Mathias, Geschäftsführer der Rentschler Biotechnologie GmbH, kommentiert: „Den wachsenden Bedarf an Biopharmazeutika sowie die steigende Anzahl von Produktkandidaten in der klinischen Entwicklung hat Rentschler frühzeitig erkannt und seine Produktionskapazitäten vorausschauend, zuletzt in 2015, angepasst. Heute, nur ein Jahr danach, haben wir einen erneuten Wachstumsschritt abgeschlossen. Diese Anlage ist ein wichtiger Meilenstein in der langjährigen Erfolgsgeschichte von Rentschler. Ein Umsatzanstieg von über 30% in den vergangenen zwei Jahren hat diese Investition abgesichert. Produktionsaufträge für die neue Anlage liegen bereits vor und reichen bis in das Jahr 2018. Zunehmend wird unser Wachstum vom internationalen Geschäft getrieben. Wir sehen verstärkt Auftragseingänge aus dem Ausland, insbesondere den USA.“

Getragen vom Branchenwachstum und der eigenen positiven Entwicklung am Standort Laupheim investiert Rentschler in neue Anlagen und in neue Mitarbeiter. Das Unternehmen ist insbesondere auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften, vor allem Prozessingenieure und Laboranten für Bioprozessentwicklung und Produktion, sowie weiteren Experten im Bereich Good Manufacturing Practice. Im Zuge des Ausbaus der Produktionsanlagen wird Rentschler über 200 neue Arbeitsplätze mit aussichtsreichen Entwicklungsmöglichkeiten in einer zukunftsträchtigen Branche schaffen.

Glossar

  • Biotechnologie ist die Lehre aller Verfahren, die lebende Zellen oder Enzyme zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion nutzen.
  • Proteine (oder auch Eiweiße) sind hochmolekulare Verbindung aus Aminosäuren. Sie übernehmen vielfältige Funktionen in der Zelle und stellen mehr als 50 % der organischen Masse.
  • Biopharmaka sind Arzneimittel, die mit Hilfe von biologischen Systemen hergestellt werden.
  • Ein Bioreaktor ist ein geschlossenes System, in dem mikrobielle Umsetzungen organischer Substanzen unter kontrollierten Bedingungen stattfinden und gemessen werden können.
  • Eine Zellkultur ist ein Pool von gleichartigen Zellen, die aus mehrzelligen Organismen isoliert wurden und in künstlichem Nährmedium für Forschungsexperimente im Labor (in vitro) gehalten werden.

Über das Twin-System

Das Twin-System, bestehend aus zwei 3.000 Liter Edelstahl-Bioreaktoren, ist für den gestaffelten und parallelen Betrieb zweier Bioreaktoren mit einer gemeinsamen nachgelagerten Aufreinigungsanlage konzipiert und ermöglicht so einen höheren Durchsatz bei gleichzeitiger Reduktion der beteiligten Kosten. Dieses System lässt sich gut in die bereits vorhandene 3.000 Liter Anlage integrieren und wird die Produktionskapazitäten für Proteine, die mit Zellkulturen hergestellt werden, mehr als verdoppeln.

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