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Erbasens: Mit der Kraft aus der Natur

Bevor sie den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt hat, hat die Biologin Dr. Elke Schulz zunächst Erfahrung in der Pharmaindustrie gesammelt. Nun setzt sie vor allem auf die Kraft der Pflanzen und entwickelt und vertreibt Nahrungsergänzungsmittel und Naturkosmetik. Die besondere Spezialität ihres Unternehmens Erbasens® ist eine Kombination hochwertiger Öle mit pflanzlichen Essenzen. Diese stecken auch in Paramirum®, um die Leistungsfähigkeit des Immunsystems zu sichern und die körpereigene Abwehr zu fördern.

Dr. Elke Schulz hat mit Erbasens ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht © Keller-Ullrich

Sie hat in Großbritannien Biologie und Pflanzenbiochemie studiert und dort anschließend in der Pharmaindustrie gearbeitet, bevor sie 2004 nach Konstanz zu Altana (heute Nycomed) kam. Doch Dr. Elke Schulz’ besonderes Interesse galt daneben schon immer den Pflanzen und der Botanik. Im Jahr 2006 hat sie diese Leidenschaft auch zum Beruf und sich mit einem kleinen Unternehmen selbstständig gemacht: Erbasens® entwickelt und vertreibt Nahrungsergänzungsmittel und Naturkosmetika auf pflanzlicher Basis. Der Name des Unternehmens spiele dabei auf „herba“ lateinisch für Kräuter und „Essenz“ an, sagt sie.

Während eines längeren Aufenthalts in den USA ist Dr. Schulz auf eine Vorläuferversion des heutigen Produkts Paramirum® aufmerksam geworden. Befreundete Wissenschaftler hatten sie Anfang der 90er-Jahre entwickelt und dabei auch Erfahrungen aus der Anthroposophie eingebracht.

Sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ

Zu den Inhaltsstoffen des Gesundheitspräparats Paramirum® gehören hochwertige Öle und pflanzliche Essenzenzen © Erbasens®

„Paramirum® beruht auf einer einzigartigen Rezeptur hochwertiger Öle im Verbund mit einem besonderen Komplex pflanzlicher Essenzen,“ sagt Dr. Elke Schulz. Das sind vor allem kaltgepresste Öle wie beispielsweise Mandel-, Distel-, und Sanddornöl, Vitamin E aus Weizenkeimöl, Extrakte aus Curcuma (Gelbwurz) und Piperin (Extrakt aus schwarzem Pfeffer) sowie sorgfältig ausgewählte ätherische Öle aus beispielsweise Thymian, Nelke und Minze.

Curcuma gilt laut Schulz als wichtiges Antioxidans in den Bereichen Immunität und Zellschutz durch die Bindung freier Radikale. Die biologisch aktiven Komponenten in Curcuma sind die Curcuminoide (Phenolsäuren), die auch für die gelbe Farbe verantwortlich sind. Mit einem Anteil von rund 90 Prozent ist Curcumin das wichtigste Curcuminoid. Es wirkt stark galletreibend, entzündungshemmend, antioxidativ, antimikrobiell, antimutagen und antikarzinogen. Der beigefügte Pfefferextrakt unterstützt die Resorption der lipophilen, sekundären Pflanzenstoffe.

Auf die Kombination kommt es an

Diese Kombination verbessert den antioxidativen Status des Körpers und sichert somit die Leistungsfähigkeit des Immunsystems und fördert die körpereigene Abwehr. Die antioxidative Kapazität der Inhaltsstoffe ist analytisch bestätigt durch eine Untersuchung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mittels TEAC-Test wurde die hydrophile und lipophile antioxidative Kapazität gemessen und die Schutzwirkung des Präparats nachgewiesen. „Nebenwirkungen sind, auch nach einer Anwendung von inzwischen 17 Jahren, keine bekannt,“ sagt die Wissenschaftlerin.

Produziert wird Paramirum® in einem zertifizierten Labor in Deutschland. Die Qualität und Verarbeitung der natürlichen Rohstoffe ist entscheidend, damit diese ihre optimale physiologische Wirkung entfalten, erklärt Dr. Elke Schulz. Besonders wichtig sei die Bioverfügbarkeit der Substanzen. Es komme nicht auf die Menge an, sondern auf die Kombination. „Das ist wie in einem Orchester, das eine Symphonie spielt. Auch das klingt nur fantastisch, wenn das Zusammenspiel optimal ist,“ erklärt sie.

Gute Erfahrungen haben Patienten mit Paramirum® unter anderem therapiebegleitend bei Chemotherapie gemacht. Die genaue Rezeptur behält Dr. Schulz für sich, doch so viel verrät sie: Das neben anderen Inhaltsstoffen enthaltene Sanddornöl schützt die Schleimhäute, die durch Zytostatika geschädigt werden können. Auch gegen Pilzinfektionen, bei Lippenherpes, Parasiten, beginnenden oder akuten Infektionskrankheiten (z.B. im Mundbereich) kann Paramirum® helfen und zudem auf den Magen-Darm-Bereich durch Lösung von Muskelverkrampfungen entspannend wirken. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kann das Mittel eine entzündungshemmende Ergänzung zur Standardtherapie bilden, die auch die medikamentenbedingten Nebenwirkungen vermindert.

Durch die pflanzlichen Inhaltsstoffe kann eine Steigerung des Glutathion-Spiegels im Organismus erreicht werden, erklärt Dr. Schulz. Dieser ist einer der wichtigsten Prognosemarker für fast alle Immunerkrankungen. Glutathion ist in jeder Körperzelle vorhanden und unterstützt die Funktionsfähigkeit der Erythrozyten.

Einfluss auf Zellpopulationen im Visier

Eines ihrer wichtigsten Vorhaben für die nächste Zeit sind Tests und Pilotstudien. So will sie gemeinsam mit wissenschaftlichen Institutionen die Wirkung von Paramirum® auf isolierte Zellpopulationen, Bakterien-, Pilz- und Virenstämme untersuchen. Agardiffusionstests beziehungsweise Reihenverdünnungstests gegen klinisch relevante Keime und multiresistente Problemisolate sollen durchgeführt werden. Auch die Effekte von Paramirum® auf natürliche Killerzellen und Immunfunktionstests wie NK-Zell-Zytotoxitätstests sollen durchgeführt werden. Außerdem ist geplant, erhöhte Glutathion-Peroxidase zu messen. Da Curcuma außerdem auf natürliche Weise das Entzündungsenzym COX-2 hemmt, müssten Studien klären, ob diese Wirkung ausreicht, um klinisch relevante Ergebnisse zu erzielen und ob Paramirum® eine Alternative zu den synthetischen COX-2-Hemmern darstellen könnte.

Glossar

  • Bakterien sind mikroskopisch kleine, einzellige Lebewesen, die zu den Prokaryoten gehören.
  • Erythrozyten sind rote Blutkörperchen, die den Sauerstoff zu den Körperzellen transportieren. Sie enthalten den Blutfarbstoff Hämoglobin, der den Sauerstoff bindet.
  • Mit Mutagenese ist die Erzeugung von Mutationen gemeint, die u. a. durch UV-Licht oder andere Strahlung sowie zahlreiche Chemikalien ausgelöst werden.
  • Für den Begriff Organismus gibt es zwei Definitionen: a) Jede biologische Einheit, die fähig ist, sich zu vermehren und selbstständig, d. h. ohne fremde Hilfe, zu existieren (Mikroorganismen, Pilze, Pflanzen, Tiere einschließlich Mensch). b) Legaldefinition aus dem Gentechnikgesetz: „Jede biologische Einheit, die fähig ist, sich zu vermehren oder genetisches Material zu übertragen.“ Diese Definition erfasst auch Viren und Viroide. Folglich fallen gentechnische Arbeiten mit diesen Partikeln unter die Bestimmungen des Gentechnikgesetzes.
  • Ein Virus ist ein infektiöses Partikel (keine Zelle!), das aus einer Proteinhülle und aus einem Genom (DNA oder RNA) besteht. Um sich vermehren zu können, ist es vollständig auf die Stoffwechsel der lebenden Zellen des Wirtsorganismus angewiesen (z.B. Bakterien bei Phagen, Leberzellen beim Hepatitis-A-Virus).
  • Zytostatika sind Wirkstoffe, die die Zellteilung bzw. das Zellwachstum hemmen. Da sie vor allem auf die Zellen giftig wirken, die sich stark teilen, werden sie hauptsächlich für die Behandlung von Krebs (Chemotherapie) und auch von bestimmten Autoimmunerkrankungen eingesetzt.
  • Chemotherapie ist eine Behandlung von Krankheiten, insbesondere Krebs, unter Einsatz von Chemotherapeutika (Medikamente zur Wachstumshemmung von (Krebs)-Zellen).
  • Das Immunsystem ist das körpereigene Abwehrsystem von Lebewesen, das Gefahren durch Krankheitserreger abwenden soll. Es schützt vor körperfremden Substanzen und vernichtet anormale (entartete) Körperzellen. Dies wird durch ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Organe, Zelltypen und chemischer Moleküle vermittelt.
  • T-Killerzellen werden auch zytotoxische T-Zellen genannt und sind spezialisierte Immunzellen (weiße Blutkörperchen). Sie zählen zu den T-Lymphozyten und sind damit ein wesentlicher Bestandteil des spezifischen Immunsystems. T-Killerzellen vermitteln die zelluläre Immunantwort, d.h. sie zerstören körperfremde Zellen bzw. von Krankheitserregern befallene körpereigne Zellen. Sie greifen auch körpereigene Zellen mit veränderter Oberflächenstruktur (z.B. Krebszellen) an.
  • Physiologie ist die Lehre von den biochemischen und physikalischen Vorgängen in Zellen, Geweben und Organen der Lebewesen.
  • Hydrophile Stoffe sind aufgrund ihrer chemischen Struktur wasseranziehend bzw. wasserlöslich. Meist sind sie gleichzeitig lipophob, lösen sich also schlecht in Fetten oder Ölen.
  • Vitamine sind lebenswichtige organische Verbindungen, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, da sie der Körper nicht selbst synthetisieren kann. Sie sind für die Regulation des Stoffwechsels verantwortlich, indem sie die Verwertung von Kohlenhydrate, Proteine und Mineralstoffe ermöglichen. Man unterscheidet zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen. Vitamin C ist zum Beispiel für die Stärkung des Immunsystems zuständig. Ausnahme: Vitamin D kann vom Körper produziert werden, solange genug Sonnenlicht vorhanden ist.
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