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Krebserkrankungen - neue Zahlen und Trends

Neue Veröffentlichungen der Krebsregister zeigen, dass sich die Überlebenschancen der Krebspatienten in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert haben. Die Zahl der Krebserkrankungen hat dagegen bundesweit weiter zugenommen.

Durch Mammografie nachgewiesener Brustkrebs. © Universitätsklinikum Mannheim

„Hauptgrund für den Anstieg der Krebs-Neuerkrankungen ist die demografische Entwicklung in Deutschland“, erklärte der Leiter des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut (RKI), Klaus Kraywinkel beim Deutschen Krebskongress 2012. Zwischen 1990 und 2010 hat sich der Anteil der über 65-Jährigen an der deutschen Bevölkerung von schätzungsweise 15 auf über 20 Prozent erhöht, wobei die Zahl der über 80-Jährigen (gegenwärtig bei ca. 5 Prozent der Gesamtbevölkerung) am stärksten zugenommen hat. Diese Zunahme wirkt sich zwangsläufig auf die Krebshäufigkeit aus, da die Erkrankungsrate für die meisten Krebsarten mit dem Alter stark ansteigt. Für 2012 ist nach Kraywinkel mit etwa 490.000 Neuerkrankungen zu rechnen; das sind mindestens 80.000 mehr als zu Beginn des Jahrtausends.

Die früheren Zahlen beruhen auf Schätzungen und Hochrechnungen, da es in vielen Bundesländern keine Krebsregister und keine Meldepflicht für Krebskrankheiten gab. In Baden-Württemberg beispielsweise, das erst seit 2009 ein Krebsregister führt, können die ersten flächendeckenden Krebsdaten erst in diesem Jahr erhoben werden, sagte Professor Dr. Nikolaus Becker, der Leiter des epidemiologischen Registers im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Detaillierte Angaben zu Krebsneuerkrankungen bis zum Jahr 2009 liefert der interaktive Atlas der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister e.V. Sie beruhen auf den aktuellen Zahlen der Landeskrebsregister von 14 der 16 Bundesländer; für Hessen und Baden-Württemberg wurden Hochrechnungen durchgeführt. Unter www.gekid.de können die Daten selbst abgefragt werden.

Umfassendes Screening bei Brustkrebs und Hautkrebs

Neben der altersbedingten Zunahme beruht der Anstieg der Krebsneuerkrankungen vor allem auf verbesserter Diagnostik und Registrierung, nachdem bundesweit das Mammografie-Screening und das Hautkrebs-Screening durchgesetzt worden sind. Bei Brustkrebs der Frauen stieg die Zahl der Neuerkrankungen auf 72.000 im Jahr 2009. Das ist der höchste jemals in der Bundesrepublik registrierte Stand; eine Zunahme seit 2003 um 18 Prozent und allein in den letzten drei Jahren um 10 Prozent. Eine Erfassung des Mammakarzinoms in frühen Stadien ist entscheidend für die Heilungsrate. Dank verbesserter Therapien – auch in den klassischen Behandlungsstrategien Operation, Bestrahlung und Chemotherapie – ist die Mortalitätsrate in den letzten zehn Jahren aber gesunken - von 28 auf 24 Sterbefälle je 100.000 Personen. Die meisten Frauen müssen heute die Diagnose „Brustkrebs“ glücklicherweise nicht mehr als Drohung eines Todesurteils ansehen. Anteil daran hat auch die Entwicklung von Biopharmazeutika wie dem Antikörper Herceptin, der verabreicht werden kann (und dann auch sehr erfolgreich ist), wenn der Rezeptor des humanen epidermalen Wachstumsfaktors (HER2/neu) in den Mammakarzinomzellen überexprimiert ist. Das findet man bei etwa einem Viertel der Brustkrebsfälle.

Prostatakarzinom, histologischer Schnitt. © Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Heidelberg

Das Hautkrebs-Screening wurde 2008 eingeführt. Danach stieg die Zahl der registrierten Fälle stark an. 2009 lag sie im Vergleich zu 2007 um 20 Prozent höher. Neben der besseren Erfassung gibt es aber auch einen seit Längerem beobachteten realen Zunahme-Trend, der mit der Mode des Hautbräunens in Zusammenhang steht. Mit Nachdruck warnen die Hautärzte davor, sich übermäßiger Sonneneinstrahlung im Urlaub und der Bestrahlung in den Solarien auszusetzen. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche. Zwar ist die Benutzung von Solarien durch Minderjährige seit 2009 verboten, und die Betreiber der Sonnenstudios können bei Verstößen mit empfindlichen Bußgeldern belegt werden, aber es wird selten kontrolliert und häufig missachtet. Dabei ist es ein schrilles Alarmsignal, dass die Zahl der Erkrankungsfälle an malignem Melanom (Schwarzem Hautkrebs), einer wegen seiner hohen Tendenz zur Metastasierung besonders fatalen Krebsart, von 14.000 im Jahr 2003 auf etwa 18.000 im Jahr 2009 angestiegen ist.

Nutzen der Koloskopie und Zweifel am PSA-Test

Aquarell des menschlichen Dickdarms. © DKFZ

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebskrankheiten in Deutschland. Er wächst langsam und tritt vor allem im Alter auf. Mit Hilfe der sogenannten Koloskopie, der Darmspiegelung, kann er gut nachgewiesen und zugleich noch während der Untersuchung entfernt werden. Besser als andere Krebsarten kann er durch konsequente Früherkennung verhütet werden. „Wenn mehr Menschen diese Untersuchungen wahrnehmen würden, ließe sich eine bedeutende Zahl von Darmkrebserkrankungen vermeiden“, sagt Prof. Dr. Werner Brenner, Epidemiologe am DKFZ. Krankenkassen bezahlen die Koloskopie, aber bis jetzt ist es der Eigeninitiative der Menschen überlassen, das Angebot auch wahrzunehmen. Brenner hat nun in Zusammenarbeit mit dem Krebsregister des Saarlandes ein „organisiertes Darmkrebs-Screening“ als Modellprojekt begonnen. Wenn es wie erwartet erfolgreich verläuft, wird es hoffentlich als Modell für eine bundesweite einladungsbasierte Darmkrebsfrüherkennung, vergleichbar dem Mammografie-Screening, dienen.

Nicht alle Screening-Maßnahmen finden ungeteilte Zustimmung der Krebsärzte. Besonders umstritten ist es im Falle des Prostatakarzinoms, der häufigsten Krebserkrankung und nach Lungenkrebs und Darmkrebs dritthäufigsten Krebstodesursache von Männern. Der als Marker verwendete PSA-Wert (die Höhe des Prostata-spezifischen Antigens) ist bei Weitem nicht ideal. Der Präsident des Deutschen Krebskongresses 2012, der Urologe Prof. Dr. Peter Albers, warnte vor drohender Überdiagnostik und Übertherapie und plädierte dafür, im Abstand von mehreren Jahren dreimal den PSA-Wert zu messen, bevor man eine Gewebeprobe entnimmt. Bei mehr als der Hälfte der Männer sei das Risiko so gering, dass mit drei Tests im Laufe des Lebens die Krebsgefahr praktisch ausgeschlossen werden könne.

Lungenkrebs bei Männern und Frauen

Computertomografie der Lunge. Der Pfeil weist auf einen kleinen Tumor hin. © Thoraxklinik, Universitätsklinikum Heidelberg

Auch die Frühdiagnostik von Lungenkrebs ist bisher unbefriedigend. Aber bei Verdacht darauf sollte man keinesfalls eine abwartende Haltung einnehmen. Die größte Risikogruppe steht sowieso fest: Es sind die Raucher. Lungenkrebs ist bei deutschen Männern immer noch die mit Abstand häufigste Krebstodesursache, obwohl die Mortalität bei ihnen in den letzten zehn Jahren von 63 auf 43 Todesfälle je 100.000 deutlich abgenommen hat. Schon früher hatte man mit Röntgen-Reihenuntersuchungen und Labortests von Atemwegssekreten versucht, die Früherkennung dieses Krebses zu verbessern, mit mageren Ergebnissen. Die Hoffnungen, die man danach in die Computertomografie gesetzt hatte, haben sich bisher auch nicht erfüllt, wie das „National Lung Cancer Screening Trial“, eine 2011 veröffentlichte Studie des National Cancer Institute der USA, belegte. Neunzig Prozent der verdächtigen Schatten in der Lunge hätten sich als gutartig erwiesen. Unter der Leitung von Professor Becker läuft am DKFZ seit 2009 die so genannte LUSI-Studie (siehe BIOPRO-Artikel vom 22.02.2010: „Prävention und Früherkennung von Lungenkrebs“). Ob mit der dabei verwendeten Mehrschicht-Computer-Tomografie bessere Resultate erzielt werden können, muss abgewartet werden.

Während der allmähliche Rückgang des Anteils männlicher Raucher in der Gesamtbevölkerung sich in sinkenden - wenn auch immer noch sehr hohen - Lungenkrebsraten widerspiegelt, ist es deprimierend zu sehen, wie unter den Frauen die Zahl der an Lungenkrebs-Erkrankten und -Verstorbenen weiter ansteigt. Die Experten auf dem Deutschen Krebskongress waren sich einig, dass dieser Trend auf die seit Jahrzehnten steigende Zahl von Raucherinnen zurückzuführen ist. Da besonders Jugendliche und junge Frauen stark rauchen, ist zu fürchten, dass auch die Lungenkrebszahlen bei Frauen noch weiter ansteigen werden. Sogar in der Gesamt-Krebsmortalität schlägt sich diese Entwicklung bereits nieder (siehe Tabelle). Die Statistik zeigt sowohl für Baden-Württemberg als auch für Deutschland insgesamt in den zehn Jahren von 2000 bis 2010 eine Abnahme der Krebssterblichkeit bei Männern um 20 Prozent, bei Frauen aber nur um 11-12 Prozent. Diese unterschiedliche Entwicklung beruht im Wesentlichen auf den gegenläufigen Trends bei den Geschlechtern für den Lungenkrebs.

Zunahme an Leberkrebs

Lebersonografie zur Diagnose einer Leberkrankheit. © Deutsche Leberstiftung

Die erfreuliche Tatsache, dass die Krebsmortalität im Gegensatz zur Krebserkrankungsrate insgesamt abgenommen hat, kann man vielleicht als den besten Beleg für die Erfolge der Krebsmedizin und der translationalen Krebsforschung ansehen. Für die meisten Krebsarten, die bisher nicht diskutiert worden sind – darunter Magenkrebs, Gebärmutter- und Ovarialkrebs, Nieren- und Harnblasenkrebs, Leukämien und Lymphome – haben sich die Sterblichkeitsraten dank diagnostischer und therapeutischer Fortschritte verringert. Unter den häufigeren Krebsformen, die nicht diesem Trend folgen, müssen das Pankreaskarzinom (Krebs der Bauchspeicheldrüse) und das Leberzellkarzinom (Leberkrebs) genannt werden. Leberkrebs hat in den letzten Jahren sogar bedrohlich zugenommen; die Ursachen dafür sind wohl vor allem chronische Virushepatitis B und C, aber auch übermäßiger Alkoholkonsum und falsche Ernährung. Auch für das Pankreaskarzinom wird Alkohol als eine Hauptursache vermutet. Beides sind aggressive Tumoren mit schlechter Prognose, gegen die es bisher keine zufriedenstellenden Therapiemöglichkeiten gibt. Intensiv wird an neuen therapeutischen Strategien gegen beide Krebsarten geforscht - so in der Arbeitsgruppe „Pankreas-Immuntherapie“ am Universitätsklinikum Heidelberg und im Rahmen eines Verbundes von Wissenschaftlern aus Heidelberg, Hannover und Braunschweig zum Thema „Leberkrebs – von der molekularen Pathogenese zur zielgerichteten Therapie“. Sprecher dieses von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs/Transregio ist Prof. Dr. Peter Schirmacher, Ärztlicher Direktor des Pathologischen Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg.

Glossar

  • Antigene sind Fremdstoffe, die das Immunsystem zur Produktion von Antikörpern anregen.
  • Antikörper sind körpereigene Proteine (Immunglobuline), die im Verlauf einer Immunantwort von den B-Lymphozyten gebildet werden. Sie erkennen in den Körper eingedrungene Fremdstoffe (z. B. Bakterien) und helfen im Rahmen einer umfassenden Immunantwort, diese zu bekämpfen.
  • Ein Gen ist ein Teil der Erbinformation, der für die Ausprägung eines Merkmals verantwortlich ist. Es handelt sich hierbei um einen Abschnitt auf der DNA, der die genetische Information zur Synthese eines Proteins oder einer funktionellen RNA (z. B. tRNA) enthält.
  • Metastasen sind Zellen, die sich vom Primärtumor abgelöst haben und weiterwachsen. Diese Tochtergeschwulst kann weit entfernt vom Primärtumor und in völlig anderem Gewebe entstehen.
  • Rezeptoren sind Moleküle, die u. a. auf Zelloberflächen anzutreffen sind und die in der Lage sind, ein genau definiertes Molekül – ihren Liganden – zu binden. Das Zusammentreffen von Ligand und Rezeptor kann eine Abfolge von Reaktionen innerhalb der Zelle auslösen.
  • Screening kommt aus dem Englischen und bedeutet Durchsiebung, Rasterung. Man versteht darunter ein systematisches Testverfahren, das eingesetzt wird, um innerhalb einer großen Anzahl von Proben oder Personen bestimmte Eigenschaften zu identifizieren. In der Molekularbiologie lässt sich so z.B. ein gewünschter Klon aus einer genomischen Bank herausfiltern.
  • Eine Sonde im molecularbiologischen Sinn ist ein Stück markierte RNA oder DNA, die mit einer gesuchten Sequenz binden (hybridisieren) kann.
  • Ein Virus ist ein infektiöses Partikel (keine Zelle!), das aus einer Proteinhülle und aus einem Genom (DNA oder RNA) besteht. Um sich vermehren zu können, ist es vollständig auf die Stoffwechsel der lebenden Zellen des Wirtsorganismus angewiesen (z.B. Bakterien bei Phagen, Leberzellen beim Hepatitis-A-Virus).
  • Biopharmaka sind Arzneimittel, die mit Hilfe von biologischen Systemen hergestellt werden.
  • Chemotherapie ist eine Behandlung von Krankheiten, insbesondere Krebs, unter Einsatz von Chemotherapeutika (Medikamente zur Wachstumshemmung von (Krebs)-Zellen).
  • Der Prostatakrebs ist ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse.
  • Ein Tumor ist eine Gewebsschwellung durch abnormales Zellwachstum, die gutartig oder bösartig sein kann. Gutartige (benigne) Tumore sind örtlich begrenzt, während Zellen bösartiger (maligner) Tumore abgesiedelt werden können und in andere Gewebe eindringen können, wo sie Tochtergeschwulste (Metastasen) verursachen.
  • Eine Immuntherapie ist eine Behandlungsform von Krankheiten, bei der das Immunsystem einbezogen und ausgenutzt wird. Immuntherapeutische Verfahren werden unter anderem für die Behandlung von Allergien, Krebs, Infektions- und Autoimmunkrankheiten eingesetzt.
  • Ein Lymphom ist eine Gewebe-Neubildung in lymphatischen Geweben (Milz, Lymphknoten). Entzündliche, gutartige Vergrößerungen der Lymphknoten bei Infektionskrankheiten sind Ausdruck ihrer Abwehrtätigkeit. Maligne Lymphome sind bösartige Tumore des Lymphsystems und entstehen durch eine ungebremste monoklonale Vermehrung von Lymphozyten (weiße Blutkörperchen). Maligne Lymphome werden in Hodgkin-Lymphome und Non-Hodgkin-Lymphome unterteilt.
  • Mammographie ist der Fachbegriff für eine Röntgenuntersuchung der (weiblichen) Brust zur Früherkennung von Brustkrebs.
  • Das Mammakarzinom (oder auch: Brustkrebs) ist ein bösartiger Tumor des Brustgewebes und die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
  • Die Expression ist die Biosynthese eines Genprodukts (= Umsetzung der genetischen Information in Proteine). Sie erfolgt in der Regel als Transkription von DNA zu mRNA und anschließender Translation von mRNA zu Protein.
  • Leukämie ist eine bösartige Erkrankung (Krebs) des blutbildenden Systems. Durch die vermehrte Bildung entarteter weißer Blutkörperchen und ihrer Vorstufen wird die Blutbildung im Knochenmark gestört. Andere Blutbestandteile werden verdrängt und es kommt dadurch zu Anämie (Blutarmut), Infektionen und Blutungen, die letztlich zum Tod führen, wenn die Leukämie nicht behandelt wird.
  • Pankreas ist ein anderer Begriff für Bauchspeicheldrüse. Diese quer im Oberbauch liegende Drüse produziert zum einen bestimmte Verdauungsenzyme, die in den Dünndarm abgegeben werden und zum anderen verschiedene Hormone, wie Insulin und Glucagon, die von dort aus in den Blutkreislauf gelangen.
  • Die Prostata oder Vorsteherdrüse ist eine männliche Geschlechtsdrüse, die ein Sekret produziert, das bei der Ejakulation in die Harnröhre abgegeben wird und sich dort mit dem Samen vermischt.
  • Die Computertomographie (CT) ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Strukturen im Körperinneren. Dabei werden Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen gemacht und anschließend rechnerbasiert ausgewertet, um ein dreidimensionales Bild zu erhalten.
  • Ein Pankreaskarzinom ist ein Tumor der Bauchspeicheldrüse.
  • Ein Melanom ist eine Entartung der Pigmentzellen der Haut (Melanozyten). Die bösartige Form, das sogenannte maligne Melanom, wird auch schwarzer Hautkrebs genannt und ist ein Tumor, der tendenziell schon früh Tochtergeschwulste (Metastasen) bildet und daher als äußerst gefährlich gilt.
  • Wachstumsfaktoren sind Proteine, die die Vermehrung und die Differenzierung von spezifischen Zelltypen und Geweben eines Organismus anregen.
  • Eine Hepatitis ist eine Entzündung des Lebergewebes mit nachfolgender Zellschädigung. Sie macht sich zunächst durch grippale Erscheinungen bemerkbar, wie Glieder- und Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Druck in der Magen- und Lebergegend und Fieber, später gehört die Gelbsucht zur Symptomatik. Verantwortlich dafür können Viren, Bakterien oder Parasiten sein, ebenso wie Autoimmunerkrankungen, Medikamente, Alkohol oder Chemikalien. Häufigste Ursache sind jedoch Viren, wobei man fünf Virustypen unterscheidet, die mit den Buchstaben A, B, C, D und E bezeichnet werden.
  • Als Target (engl.:Ziel) werden Biomoleküle bezeichnet, an die Wirkstoffe binden können. Targets können Rezeptoren, Enzyme oder Ionenkanäle sein. Die Interaktion zwischen Wirkstoff und Target löst eine Wirkstoff-Target-spezifische Reaktion aus. Die Identifikation eines Targets ist für die biomedizinische und pharmazeutische Forschung von großer Bedeutung. Erkenntnisse über spezifische Wechselwirkungen helfen grundlegende molekularbiologische Vorgänge zu verstehen und neue Angriffpunkte für Arzneimittel zu identifizieren.
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