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Grundlagenforschung

Aktuelle Fachbeiträge, Pressemitteilungen und Dossiers zur Grundlagenforschung in Baden-Württemberg

  • Fachbeitrag - 27.07.2015

    Obwohl es für die Therapie von vielen Karzinomen Medikamente gibt, die das Zellwachstum hemmen, ist die Prognose für Patienten mit soliden Tumoren in den meisten Fällen bisher eher schlecht. Grund dafür ist, dass die Krebszellen die Blockade durch die Arzneimittel nach einiger Zeit einfach umgehen und dann ungehindert weiter wachsen können. Dabei wäre der Tumor durchaus verwundbar, wenn die Onkologen robustere Arzneimittel zur Hand hätten. Mit der Entwicklung solcher Krebsmedikamente beschäftigt sich Prof. Dr. Lars Zender, Oberarzt und Leiter der Sektion für Translationale Gastrointestinale Onkologie am Universitätsklinikum Tübingen, mit seinem Team. Eine erste Substanz zur Therapie des Leberzellkarzinoms konnte in präklinischen Mausmodellen bereits bestätigt werden und steht jetzt kurz vor der klinischen Phase.

  • Fachbeitrag - 20.07.2015

    Dass sich mehrere Zellen gemeinsam als Gruppe bewegen und miteinander kommunizieren können, spielt eine große Rolle in vielen lebenswichtigen Prozessen. Etwa bei der Wundheilung oder der normalen Entwicklung von Embryonen. Dabei gibt eine Zelle als Führungszelle die Richtung der kollektiven Bewegung der Verfolgerzellen an. Wie eine solche Zellbewegung in der Gruppe funktioniert, erforscht der Biophysiker Joachim Spatz am Stuttgarter Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Nun hat er zusammen mit seinem interdisziplinären Forscherteam herausgefunden, dass für die Kommunikation der Zellen untereinander ein Protein namens Merlin zuständig ist. Es registriert in der Zelle, ob und in welche Richtung sich die Nachbarzelle bewegt.

  • Fachbeitrag - 20.07.2015

    Eine der bösartigsten Krebserkrankungen ist das Leberzellkarzinom oder Hepatozelluläre Karzinom (HCC). Die Erkrankung entsteht aufgrund chronischer Schädigungen der Leber, meist hervorgerufen durch virus- oder alkoholbedingte Leberzirrhosen. Lebertumore gelten als schlecht therapierbar, aber es gibt Hinweise, dass sie im Körper eine Immunantwort auslösen. Diesen Effekt möchte Prof. Dr. Robert Thimme vom Universitätsklinikum Freiburg verstehen und ihn nutzen, um den Tumor mithilfe der körpereigenen Abwehr in Schach zu halten und eine Lebensverlängerung der Patienten zu erreichen. Dabei wird er von der Deutschen Krebshilfe unterstützt.

  • Fachbeitrag - 06.07.2015

    Während aus klassischen Heilpflanzen pflanzeneigene Inhaltsstoffe genutzt werden, um Menschen zu behandeln, setzt man beim Molecular Pharming auf gentechnisch veränderte Pflanzen oder Tiere, denen artfremde Gene in ihr eigenes Genom eingebaut wurden. Durch diesen Kniff können die Pflanzen oder Tiere zur Produktion der entsprechenden pharmazeutischen Substanzen wie Antikörper genutzt werden. Dr. Eva Decker von der Universität Freiburg ist es mit ihrem Team gelungen, ein wichtiges Protein des menschlichen Immunsystems in der Moospflanze Physcomitrella patens zu produzieren. Der so hergestellte Faktor H könnte irgendwann helfen, das atypische hämolytisch-urämische Syndrom, eine seltene Erkrankung der Nieren, zu therapieren. Dies ist das Ziel einer Kooperation mit dem Uniklinikum Freiburg und der Firma Greenovation.

  • Fachbeitrag - 06.07.2015

    In einem überregionalem Forschungsverbund untersuchen Mediziner und Grundlagenforscher verschiedener Fachrichtungen, wie die Immunzellen in der Haut miteinander und mit anderen Hautzellen bei der Abwehr von Krankheitserregern wechselwirken und die komplexe systemische Immunabwehr des Körpers in Gang setzen. Die Erkenntnisse kommen der Entwicklung von Immunmodulatoren und Antikörpern zur Behandlung schwerer entzündlicher Hautkrankheiten und Hautkrebs zugute.

  • Fachbeitrag - 06.07.2015

    Das Gehirn ist die zentrale Schaltstelle unseres Körpers. Als Ärztin hat sich Ghazaleh Tabatabai in den Dienst dieses Organs gestellt und sich dem Kampf gegen das unkontrollierte Wuchern von Hirntumoren verschrieben. Seit Mai 2014 ist sie Professorin am neu eingerichteten Lehrstuhl Interdisziplinäre Neuroonkologie an der Universität Tübingen sowie Leiterin der Forschungsgruppe Klinische und Experimentelle Neuroonkologie am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung.

  • Fachbeitrag - 29.06.2015

    Jeweils im Februar gibt die Weltgesundheitsorganisation WHO ihre Empfehlung zur Zusammensetzung der Grippeschutzimpfung für die kommende Wintersaison. Ihre Entscheidung beruht auf Beobachtungen, auf Labortests, aber auch auf Erfahrung und Intuition. Welches Grippevirus sich tatsächlich durchsetzen wird, blieb bisher im Wesentlichen Spekulation. Richard Neher vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen hat zusammen mit Wissenschaftlern aus Großbritannien und den USA eine Software entwickelt, die genau das versucht: Den Blick in die Zukunft werfen.

  • Fachbeitrag - 29.06.2015

    Die Entwicklung von Tumortherapeutika ist ein langwieriger Prozess, da Ergebnisse, die im Labor in vitro gewonnen werden, oft von dem abweichen, was später im lebenden Organismus passiert. Deshalb wird jetzt unter der Leitung von Prof. Dr. Margareta Müller von der Hochschule Furtwangen ein neues Zellkulturmodell entwickelt, das die In-vitro-Bedingungen denen der Realität anpasst.

  • Fachbeitrag - 29.06.2015

    Ein Protein, das ein von Immunzellen gebildetes Enzym hemmt, schützt Nervenzellen vor chronischer Schmerzüberempfindlichkeit bei Neuropathien, wie Heidelberger Forscher um Prof. Dr. Rohini Kuner nachgewiesen haben. Die Wissenschaftlerin ist auch Sprecherin eines neuen, mit 12 Millionen Euro geförderten Sonderforschungsbereichs. In diesem wird untersucht, wie aus akuten Schmerzen chronische werden und wie sich dieser Übergang verhindern oder umkehren lässt.

  • Fachbeitrag - 22.06.2015

    Prof. Dr. Günter Finkenzeller, Sektionsleiter für Forschung und Tissue Engineering an der Uniklinik für Plastische und Handchirurgie in Freiburg und Dr. Peter Koltay vom Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg (IMTEK) arbeiten daran, funktionsfähiges Knochengewebe mit integrierten Blutgefäßen per Druckverfahren zu erzeugen. Interessant ist das Herstellen lebender Gewebe für die Organersatztherapie und die Pharmaforschung, um Tierversuche einzuschränken.

  • Fachbeitrag - 22.06.2015

    Der Physiker Dr. Jan-Bernd Hövener macht die Magnetresonanztomografie klein und schwach und möchte gerade dadurch krankhafte Stoffwechselvorgänge und Tumoren aufspüren. Die International Organization for Medical Physics hat den Freiburger am 9. Juni 2015 mit ihrem wichtigsten Preis für aufstrebende Wissenschaftler, dem "Young Scientist Award in Medical Physics", ausgezeichnet.

  • Fachbeitrag - 22.06.2015

    Den meisten Arzneistoffen, zumal großen Biologika, versperrt die Blut-Hirn-Schranke den Zugang in das Gehirn. Für die Erforschung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Alzheimer, Morbus Parkinson oder multiple Sklerose und für die Entwicklung von Wirkstoffen ist diese physiologische Barriere ein Problem. Es gibt allerdings einen versteckten Seiteneingang zum Gehirn und damit eine Möglichkeit, diese Schranke zu umgehen.

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